Wie man mit weltweit verteilten Sonnenuhren die Erdrotation sichtbar machen kann – online Vortrag Kurt Niel

Im Rahmen der Vortragsreihe Faszination Astronomie Online“ vom Haus der Astronomie wird Kurt Niel am Di. 22.12.2020 um 19 Uhr zum Thema Sonnenuhren und seinem weltweiten Projekt zum Erspüren der Erddynamik sprechen. Der Link zur YouToube-Übertragung ist:

Kurt Niel ist Errichter der Grieskirchner Sonnenuhr nach Johannes Kepler. Diese weist einige Eigenschaften auf, die diese Sonnenuhr einzigartig erscheinen lässt:

  • Vertikale, ebene Fläche etwa 240 m²
  • Anzeige neben geraden, grünen Stundenlinen auch der gebogenen, roten Tageslinien zu Wechselzeiten der Tierkreiszeichen
  • Anzeige der Abweichung Sonnenzeit vs. Uhrzeit = grüne Analemmaschleife
  • Spalt im schattenwerfenden Gnomon zur genauen Ablesung von Mittag mit +/-15 s
  • Spiegel am Gnomon die Sonnenstrahlen auf die Wand werfen, wenn diese im Sommer zu Morgen- und Abendstunden selber im Schatten liegt = ganztags Ablesemöglichkeit der Sonnenzeit
  • Webcam zur Live-Übertragung.

Mit dem Projekt EarthLAT1200.org soll durch Zusammenschaltung von weltweit verteilter Sonnenuhren die Wanderung der Mittagslinie über den Globus erspürt werden können. Dadurch wird die große Dynamik der Erdrotation sinnlich erfahrbar gemacht.

Die Zahlen sind bekannt:

  • Der Durchmesser der Erdkugel ist 12 700 km
  • die Bewegung um die Sonne braucht 1 Jahr
  • der Globus rotiert in 23 h 56 m 4 s einmal um 360°.

Dem beobachtenden Mensch erscheint die Erde mit dem flachen Horizont ruhend, die Sonne geht im Osten auf, erreicht am Nord-Süd-Meridian die größte Höhe und geht im Westen wieder unter. Tatsächlich ist in unserem Sonnensystem die Sonne der beinahe unbewegliche Mittelpunkt – die Erde rotiert um ihre Achse und bewegt sich um die Sonne. Dies wird durch das Wandern der Mittagslinie über den Globus spürbar gemacht. Diese Wanderung wird anhand von Live-Bildern weltweit verteilter Sonnenuhren (Partnerstationen) dargestellt. Aktuell sind vier Stationen aktiv, zwei weitere werden bald zugeschalten. Im Endausbau sollen etwa 200 Partnerstationen eine 24/7-Beobachtung der wandernden Mittagslinie ermöglichen.

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